Push/Pull Prinzip

Push - Pull Prinzip

Push-Pull-Strategie

Bei der Push-Pull-Strategie handelt es sich genau genommen um gleich zwei Strategien, die Push- und die Pull-Strategie. Festhalten lässt sich jedoch, dass beim Pull-Prinzip die zu fertigenden Produkte - aus Kundenperspektive – durch die Produktion gezogen werden (also pull), während sie beim Push-Prinzip mittels Planungsvorgaben in die Produktion gedrückt werden (also push). Das führt zum einen zum Wegfall überflüssiger und teurer Lagerungen und von unnötigen Transportaufwänden, und zum anderen zu einer Fertigung, die in allen Bereichen spürbare Entlastung erfährt.

Fassen wir die Kennzeichen zusammen

Die wesentlichen Kennzeichen des Pull-Prinzips lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • die zentrale Planungssicherheit
  • die Produktion erfolgt auf Bestellung
  • Produkt und Produktinformationen sind miteinander verbunden, etwa mittels einer Auftragsbegleitkarte

Das Push-Prinzip zeichnet sich wiederum durch folgende Merkmale aus:

  • die dezentrale Steuerung
  • die Produktion nach Bedarf
  • Produkt und Produktinformation sind voneinander getrennt, wie auch beim Kaban-Prinzip

Gemeinsam sind sie stark!

Wie immer im Leben, verhält es sich auch beim Push- und dem Pull-Prinzip. Beides hat Vorteile, beides hat Nachteile. Doch interessant wird es erst, wenn Push- und Pull miteinander kombiniert werden. Wann welches Prinzip zum Einsatz kommt und Vorteile bietet, kommt auf den Hintergrund an. Die Pull-Produktion zeigt ihre Stärken ganz besonders, wenn es um Serienproduktionen geht, während die Push-Produktion punktet, wenn es um Einzelanfertigungen und Variantenvielfalt oder große Chargen geht. Die „Königsdisziplin“ ist das Zusammenführen von Pull und Push.

Wir zeigen Ihnen, wie es am besten umgesetzt werden kann.