KANBAN

KANBAN

Wer wünscht sich das nicht?

Die perfekte Produktionsprozesssteuerung überhaupt. Eine Steuerung, die sich am tatsächlichen Verbrauch orientiert, an den Materialien, die am Bereitstell- und Verbrauchsort benötigt werden. Eine Reduzierung der lokalen Bestände von Vorprodukten einerseits und der Nähe zur Produktion andererseits.

So eine Prozesssteuerung, das wäre es doch, oder?

Wenn Sie nun zustimmen, dann freuen Sie sich darüber, dass es diese Methode bereits gibt, und zwar schon ziemlich lange, nämlich seit 1947.

Toyota hat sie eingeführt und sie trägt den Namen Kanban.

Das Prinzip ist so einfach wie genial. Es geht darum, die Wertschöpfungskette auf jeder Fertigungs- und Produktionsstufe kostenoptimal zu gestalten. Die Entnahmen aus den Pufferlagern und die Nachlieferungen erfolgen bei Kanban asynchron, das Verteilen der Pufferlager verläuft entlang der Integrationskette, und all das geschieht auch noch mit ganz einfachen Mitteln. So wird durch das Prinzip der kurzen Wege die einfachste Lösung erzielt.

Kanban: Was steckt dahinter?

Vergleichen wir doch einmal ein bisschen die traditionellen Planungssysteme der Produktionssteuerung mit der Methode Kanban. Traditionelle Planungssysteme werden zentral gesteuert, der Materialbedarf wird bis aufs i-Tüpfelchen genau geplant. Das klingt zunächst einmal sehr gut, aber es hat Schwächen.

Denn wer so präzise plant – man könnte auch sagen: unflexibel -, kann bei Schwankungen im Durchsatz das Material nur schwerlich beeinflussen. Systeme konventioneller Planung, die dann womöglich auch noch über nur schwach ausgeprägte IT-Unterstützungen verfügen, sind nicht nur träge, sondern auch unbeweglich in Sachen Flexibilität. Die Folge ist die Notwendigkeit einer hohen Vorratshaltung, was einhergeht mit hohen Lagerhaltungskosten.

Jetzt aber zum Vergleich die Methode Kanban. Sie verfügt über ein ausgesprochen hohes Anpassungspotenzial, auch wenn kurzfristige Änderungen notwendig werden. Die Pointe von Kanban ist die zeitnahe Lösung der Frage der Nachproduktion.

Die Informationsweiterleitung ist immer aktuell und damit ausgerichtet auf die aktuelle Bedarfssituation. Davon profitieren, nicht nur Produzenten, sondern auch Lieferanten und nicht zuletzt der Verbraucher. Hinzu kommt die radikale Reduzierung der Lagerbestände und der Durchlaufzeiten.

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